Eine Klasse für sich

Der Satiriker Osman Engin aus Bremen, den wir vor allem durch seine wöchentlichen Hörfunkbeiträge im WDR bei Radio Cosmo kennen, ist eine Klasse für sich. Das erlebt man, wenn er aus dem "Osmanischen Reich" berichtet. In seinen satirischen Geschichten nimmt er nämlich das Leben von Einwanderern und  Deutschen unter die Lupe, auf die sie treffen.Das ist humorvoll, kritisch und unterhaltsam zugleich. Er berichtet von den kleinen Missverständnissen zwischen uns im Alltag, von unseren menschlichen Eigenheiten und kleinen Boshaftigkeiten und dem, was so manches Mal schiefgeht, wenn wir aufeinandertreffen. Er hält uns einen Spiegel vor, indem er mit den gängigen deutsch-türkischen Klischees spielt. und den alltäglichen Rassismus bei uns in Deutschland thematisiert.  Im Mittelpunkt seiner Satiren stehen dabei seine Frau Eminamin, seine Kinder, seine Freunde in Halle 4, sein Ford Transit und natürlich er selbst. Immer wieder geht es dabei um uns und unser Zusammenleben, aber natürlich auch um die aktuelle Politik. Da durfte unser Bundesinnenminister Horst Seehofer mit seinem missglückten Spruch "die Migration sei die Mutter aller Probleme" logischerweise nicht fehlen. Wo da wohl die "Mutter" und wo das "Problem" ist? Unser Besuch präsentierte uns da eine sehr eigene Lösung.

 

Am 15. November 2018 war Osman Engin zum dritten Mal unser Gast. Diesmal im 11. Jahrgang. Es war eine besondere Begegnung mit einem Autor, der die Elfer bewegte und mit einem wichtigen Teil der deutschen Gegenwartsliteratur bekannt gemacht hat.

Ein großes Dankeschön gebührt Fatma Uzun, Semra Uzun-Önder und Johannes Brackmann vom Festivalteam "Literatürk", die uns diesen Besuch ermöglichten!. 

Zuletzt erschienen:
Osman Engin: Osmans Alltag. Zwischen Köfte und Korinthenkackern, Köln, 2017
ISBN 978-3-942454-30-8
14,95 Euro
 

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