Zehn Jahre Kooperation EKG - Literatürk

Seit nunmehr zehn Jahren gibt es eine Kooperation zwischen der Erich Kästner-Gesamtschule und dem deutsch-türkischen Literaturfestival Literatürk in Essen. Das ist ein stolzes Jubiläum, etwas Besonderes also. Die EKG ist nämlich die einzige Essener Schule, die so lange ununterbrochen mit Literatürk zusammenarbeitet! Wie feiert man so etwas? Am besten mit dem, was diese Kooperation ausmacht und was sie zwischen unseren Kulturen in Deutschland vermitteln will.

 

Sabine Adatepe, Übersetzerin und Autorin aus Hamburg, kam, um unserer elften Jahrgangsstufe ihren Roman "Kein Frühling für Bahar" vorzustellen. Für viele Elfer war es die erste richtige Begegnung mit der Gegenwartsliteratur. Das war ihnen zunächst einmal fremd. Und dann ging es auch noch um das Thema, das sie überhaupt in den ersten Wochen im Deutschunterricht in der gymnasialen Oberstufe begleitet: Kommunikation.

 

Sabine Adatepe wählte einen etwas ungewöhnlichen Einstieg. Sie forderte die Elfer nämlich dazu auf, sich mit dem Cover ihres Buches auseinander zu setzen, um sie auf diese Weise in die Romanhandlung einzuführen. Gleichzeitig verdeutlichte sie ihnen damit aber auch, in welchem Spannungsgefüge solch ein Werk steht zwischen inhaltlichem Anspruch und merkantilem Interesse. Sehr schnell fanden sich die Elfer auf diese Weise zwischen den Kulturen wieder, und zwar zwischen ihren Kulturen, in denen sie leben.

Der Name Bahar steht für Frühling. Ihn gibt es im Türkischen, im Kurdischen, aber auch im Persischen. So ähnlich ist es auch bei anderen Namen, auch bei denen der Schülerinnen und Schülern. Sie wandern zwischen den Kulturen hin und her. Und auf einmal war das Thema des Romans, warum Bahar in Hamburg sterben musste, nicht mehr nur eine Frage der betroffenenen Familie, sondern eine aller, die mit ihr zu tun hatten, egal, welche Muttersprache sie sprachen und woher sie stammten.

 

Sehr schnell führte das die Elfer daher zu der Frage an Sabine Adatepe, ob die Geschichte wahr sei. Wissen wollten sie, ob sie so, wie sie geschildert wurde, passiert sei. Das verneinte Sabine Adatepe. Dann erläuterte sie ihnen, wie ihr Roman entstanden ist. Da bekamen die Elfer einen ersten Eindruck von dem, was Literatur als solche auszeichnet und was sie uns vermitteln will. Die Frage nach dem, was an ihr tatsächlich wahr ist, wird sie mit Sicherheit im Fach Deutsch bis zum Abitur hin weiter begleiten.

Ein guter Einstieg also in die Arbeit in der gymnasialen Oberstufe, für den wir Sabine Adatepe und Literatürk, vertreten durch Semra Uzun-Oender, dankbar sind. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit mit Literatürk!

Sabine Adatepe: Kein Frühling für Bahar, Hamburg 2013 (ISBN: 9783862822522)

Weitere Infos zu Literatürk:   http://www.literatuerk.com/

Fotos: Gerd Schlüter

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