Ein Highlight zum Abschluss

 

Was haben ein Neonazi, ein Rapper, ein Lehrer, eine Schülerin und eine nicht näher gekennzeichnete Frau gemeinsam? Sie alle können gegen andere Menschen Gewalt anwenden, und zwar in einer ausgesprochen bösartigen Weise. Direkt und indirekt. Jeder auf seine Weise. Mit verheerenden Folgen für denjenigen, der ihr Opfer ist.

Dass das so ist, zeigte unseren Zehnern am 11. Juni 2013 eine Talkshow mit dem Titel "Berichte über Gewalt". Für sie war es der Einstieg in ein mehrtägiges Projekt, bei dem sie sich mit ihren eigenen Gewalterfahrungen als Täter und Opfer auseinandersetzen sollten. Sie sollten sich bewusst werden, was Gewalt ganz konkret ist, und dies reflektieren. Sie sollten Strategien entwickeln, wie sie sich sinnvollerweise wehren und wie sie Gewalt abbauen können.

Initiiert hatten dieses Projekt die Klassenleitungsteams im 10. Jahrgang. Sie wollten ihren Klassen zum Abschluss ihrer Schulzeit noch einmal etwas mitgeben, das sie begleitet, wo auch immer sie hingehen und ihre Ausbildung fortsetzen. Einige der Themen, die bei diesem Projekt im Mittelpunkt standen: Ausgrenzung, Diffamierung Andersdenkender und -fühlender, Mobbing, Angst, der Umgang mit dem Übermächtigen.

Realisiert werden konnte dieses schöne Projekt durch das Kulturagentenprogramm für kreative Schulen der gemeinnützigen Forum K&B GmbH, das Modellprogramm, an dem unsere Schule seit zwei Jahren erfolgreich teilnimmt. Jede der sechs Klassen hat während der Projektphase mit einem ganz bestimmten Künstler zusammengearbeitet, der sie auf ihrem Weg begleitete. Im Gespräch miteinander, mit Schauspielübungen, mit Konfliktbewältigungstraining und anderem mehr. Und: mit Einsichten und Ergebnissen, die oft überraschten. Am Ende stand eine Präsentation, bei der alle sechs Klassen zeigten, welche Schritte sie auf ihrem Weg in der Auseinandersetzung mit Gewalt gegangen sind.

Ein gelungener Schulabschluss für unsere Zehner, der ihnen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird!

Einige ausgewählte Reaktionen aus dem zehnten Jahrgang:

"Alle haben zusammengehalten."

"Man konnte offen über eigene Erfahrungen sprechen."

"Gut war, dass wir besprochen haben, wo Gewalt anfängt und was bereits Gewalt ist."

"Der Künstler hat sich in unsere Situation versetzt und sich auf uns eingelassen."

"Unsere Bedürfnisse wurden ernstgenommen."

"Die Präsentation war gut, weil alle mitgemacht haben."

"Es war abwechslungsreich."

 

Die beteiligten Künstler:

Günfer Cölgecan, Corinne Fischer, Laura Dabelstein, Theo Meller, Julie Stearns und Alexander Steindorf

Die Klassenleitungsteams:

Sandra Siebert, die auch die obigen Fotos der Proben anfertigte (10 A), Edeltraut Stüwe und Norbert Kühnapfel (10 B), Anne Gausepohl (10 C), Dagmar Kohl und Artur Nickel (10 D), Susanne Bechtel-Ruprecht und Heinz Görnert (10 E), Brigitte Meißner und Georg Kriesel (10 F)

aktuelle Informationen:

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