Wenn die Klasse 7f fastet ...

Wenn die Klasse 7f fastet ...

... dann geht es nicht um Süßigkeiten oder das Internet. Das kann ja jede/r. Zur Fastenzeit in diesem Jahr hatten sich die Schülerinnen und Schüler etwas Besonderes ausgedacht. Sie wollten auf Feigheit, Unehrlichkeit und unfaires  Handeln verzichten. Wie kam es dazu?


Am Aschermittwoch, dem Beginn der 40tägigen Fastenzeit in den christlichen Kirchen, erschien auf der Kinderseite der WAZ ein Artikel zum Thema „Fasten“ und der Aufforderung, der Redaktion der WAZ zu schreiben, was man vom Fasten hält. Eine Umfrage im Religionsunterricht der 7f hatte viele unterschiedliche Ergebnisse und die beiden Redakteurinnen waren davon so angetan, dass sie ein paar Tage später in einem weiteren Artikel davon berichteten.
Schüler wollen auf Lügen verzichten – so war es dort in der Überschrift zu lesen. Auf einem Plakat in der Klasse haben sich dann (fast) alle Schüler und Schülerinnen (und die Religionslehrerin) mit ihrer Unterschrift dazu verpflichtet, während der Fastenzeit auf Feigheit, Unehrlichkeit und unfaires  Handeln zu verzichten. Damit das gelingen konnte, gab es ein Fastentagebuch, in das sie wöchentlich eintragen konnten, wie es ihnen mit diesem Vorsatz geht.
Und ist die Fastenaktion gelungen? Am letzten Schultag vor den Osterferien haben sich die Schülerinnen und Schüler in einem Fragebogen genau dazu Gedanken gemacht. Und auch hier waren die Antworten vielfältig: „War ganz gut.“ „Hatte ich vorher noch nie so drüber nachgedacht.“ „Sollten wir nächstes Jahr wieder machen.“ „Hat nichts gebracht.“ „Viele haben sich nicht dran gehalten.“ 

 


Auf jeden Fall bleibt das Plakat noch eine Zeit lang in der Klasse hängen, so dass die Erinnerung an diese interessanten Wochen vor den Osterferien lebendig bleiben kann.

(E. Hartmann-Kulla, Religionslehrerin der 7f)

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