kommende Termine:

Jahresterminplan für Eltern und Schüler

Listen der Bücher, die von den Eltern selbst anzuschaffen sind

 

NEUIGKEITEN:

Der Rat der Stadt Essen hat auf der Sitzung am 11.07.2018 beschlossen, dass der Erich Kästner-Gesamtschule ab dem 01. August 2019 das Schulgebäude an der Frankenstraße 200 in Stadtwald als Teilstandort dauerhaft zugewiesen wird. Der Teilstandort Brembergstraße wird dann aufgegeben.

Ab dem Schuljahr 2019/2020 werden am Teilstandort Frankenstraße die Jahrgänge 9 bis 13 beschult, die Jahrgänge 5 bis 8 werden dann gemeinsam am Teilstandort Pinxtenweg in Steele unterrichtet.

 

Philosophische Schöpfungsgeschichten

PHILOSOPHISCHE SCHÖPFUNGSGESCHICHTEN

von ersten und letzten Fragen

Ein philosophisch-literarischer Schreibworkshop im 11. Jahrgang

Das Fach Philosophie ist den Schülerinnen und Schülern in der elften Jahrgangsstufe noch recht unbekannt, noch unbekannter ist die Masse an philosophischen Fachbegriffen. Und doch passiert stündlich genau das, was für ein enormes Erkenntnisvermögen (der Schüler und halt der Menschen überhaupt) spricht; was an zutiefst traditionelle Antworten von Seiten der Philosophie erinnert. Die Schüler hören sich und mir zu (oder tun zumindest so, als ob) und hören, dass sie zwar hören, aber nicht verstehen. Mehr noch, frage ich nach, ob ich verstanden worden bin, verneinen das nicht selten Schüler. Im Grunde genommen eine philosophische Unwahrheit, denn um etwas nicht zu verstehen, muss man verstanden haben, dass man es nicht verstanden hat - so gesehen verstehen die Schülerinnen und Schüler im elften Jahrgang unglaublich viel. Sie verstehen lediglich noch nicht, dass sie weit mehr verstehen, als sie verstehen; dass sie weit mehr schreiben, als dass sie wussten, dass sie schreiben.

Jetzt spätestens herrscht Verwirrung, jetzt spätestens bleiben alle irritiert zurück - obwohl alle schon längst inmitten der Philosophie sind.

Wie erklärt man Begriffe wie Metaphysik, wie denkt man das, was gar nicht als Existenz gebunden an Materie und an Physis zu denken ist? Wie denkt man überhaupt etwas, das (noch) gar nicht existiert? Wieso essen manche Lehrer Kreide und warum fordern die selben Lehrer (weil scheinbar mit sich identisch...) dazu auf, nichts, aber auch gar nichts blind als naiver Realist zu glauben? Warum übernehmen Schüler wie Dennis Sommer ganze Stunden, warum schreiben sich Schüler wie David Wrobel Postkarten? Fragen über Fragen...

 

Der Grundkurs Philosophie entschied sich für ein spannendes Schreibexperiment - die Ergebnisse, die Texte, die bewusst mythologischen und hochgradig spekulativen Gedanken faszinieren. Da haben Schülerinnen und Schüler viel mehr verstanden, als sie verstanden haben, verstanden zu haben. Wenige Texte möchte ich beispielhaft als Ergebnis dieses Schreibworkshops vorstellen.

Peter Gutsche, der sich bei der Offenheit dieses Kurses bedankt - ganz ausdrücklich auch bei denen, die hier nicht in Form von Texten, Worten und Fotos als Fragende und Antwortende erscheinen.

Wie alles begann (Text von Esra Ergün)

Gott war allein auf der Welt. Er hatte so viel Zeit und er hatte diese Zeit für sich ganz alleine. Eines Tages nahm er sein Glück in die Hand und erschuf durch die Idee von etwas eine Seele. Diese Seele hatte wiederum viele Ideen, doch sie konnte sie nicht umsetzen. Da Gott sehr gütig war und die Seele ihn reizte, ummantelte er sie mit Fleisch und Knochen. Er gab dieser nun ummantelten Seele all das, was Gott auch konnte (nur nicht alle Zeit) und Gott nannte dieses Wesen Mensch. Einzig dieser Mensch konnte nicht unendlich leben. Gott schuf auch Tiere und Pflanzen. Der Mensch unterschied sich von den anderen Lebewesen kaum, da der Mensch als ein höheres Lebewesen nur dann eingestuft wird, wenn er sich als würdig erwiesen hat, die Erde zu beschützen. Er soll die Natur beschützen - er, der Mensch, der das Glück durch Gott geschenkt bekam, die Liebe kennen zu lernen. Erst, wenn die Zeit gekommen ist, tritt der Mensch seinem Gott gegenüberüber, dann nimmt dir der Tod deine Kleidung ab und dann lässt dich Gott als Geist über die anderen Geschöpfe wachen.

Entstehungsmythos (Text von Jan Petrat)

Am Anfang war die Zeit. Sie war immer und wird immer sein. Durch den Urknall entstanden Planeten, darunter die Erde. Die Erde war einfach nur ein Klumpen. Irgendwann entstand die Natur, der Klumpen find an zu leben. Er war nun voller Pflanzen. Dies ist die Natur. Die Natur entwickelte sich und aus den Sümpfen kroch das erste Lebewesen. Es wurde geboren und es ist geworben. Geburt und Tod. Anfang und Ende. Dies ist mit allem so. Egal ob Mensch, Pflanze oder Tier. Aus den Sumpfkreaturen wurden die ersten Menschen. Die Menschen hatte die Idee von etwas; ein Etwas, an das sie glauben und auf dass sie hoffen können. Sie nannten dieses Etwas Gott. Von Gott versprachen sie sich das Glück und die Liebe. Außerdem hofften sie, dass die Seele, der Geist, der in uns wohnt, nach dem Tod in Gottes Reich aufsteigt. Das Leben selbst besteht aus reinem Denken. Alles, was existiert, wurde einmal gedacht und dann erst realisiert. Dieser Vorgang allein ist der Sinn des Lebens.

Entstehungsmythos  (Text in Ausschnitten von Elena Kreizer)

Vor mehreren Millionen Jahren ist die Erde aus Sternenstaub entstanden, weil Gott und das Universum das so wollten. Sie wollten auch, dass es im Sonnensystem einen Planeten gibt, auf dem ein intelligentes Wesen entwickelt wird, das immer alles hinterfragt und alles wissen will. Gemeint ist der Mensch. (...) Gott beobachtet uns und er entscheidet, wer wir im nächsten Leben sein werden. Wenn die Entscheidung statt findet, lernt jede Seele Gott kennen. So kam auch ursprünglich der Glaube auf die Welt. Ein Mensch konnte sich an Gott erinnern und hat die Erinnerung auf der Welt verbreitet. (...) In manchen Gesellschaften wird eigenes Denken verboten, dabei ist jeder Mensch seit seiner Geburt frei. Menschen sind faszinierende Wesen. Sie sind alle verschieden und jeder Mensch kann denken. (...) Die Geburt ist, wenn die Seele aus dem Himmel auf die Erde geholt wird. (...) Der Tod ist das Gegenteil. Unser Körper ist sterblich und wenn unser Körper stirbt, dann wird die Seele wieder in den Himmel geholt und dort wird entschieden, was du in deinem nächsten Leben bist. Der Sinn des Leben ist das, was wir unserem Leben für einen Sinn geben.

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