›Anne Frank‹ trifft auf ›Christian Boltanski‹

 

 

 

 

Der andere Blick auf Anne Frank. Das war die Botschaft, die uns im Sommer 2013 von der Studiobühne Essen erreichte. Das freie Theater bereitete eine szenische Collage zum Thema ›Anne Frank‹ vor und suchte Schulen als Kooperationspartner.

Der französische Künstler Christian Boltanski gehörte zu den Zentralabiturthemen diesen Jahrgangs. Boltanskis Arbeiten können in engem Zusammenhang zu Anne Frank gesehen werden. Boltanskis Vater hatte sich als Jude vor den in Frankreich einmarschierenden deutschen Nazi-Truppen in einem Hohlraum unter den Küchendielen über Wochen versteckt und so Krieg und Verfolgung überlebt. Diese Erfahrungen haben die gesamte Familie - auch in ihrem späteren Leben - geprägt und sind in allen Arbeiten Boltanskis bis in sein Spätwerk deutlich sichtbar.

Der Kunstkurs, unterstützt von der Kultur-AG von Frau Nowak und Herrn Nickel, spürte den Erfahrungen nach und schuf eine Anzahl eigenständiger Arbeiten. Diese versuchen, sich den grenzwertigen Erlebnissen Anne Franks und Christian Boltanskis zu nähern. Es entstand eine beeindruckende Ausstellung.

 

Diese konnten wir in der säkularisierten Kirche zeigen, in der das Anne Frank-Stück der Studio-Bühne im Herbst 2013 zur Aufführung kam.
In idealer Weise ergänzten sich so zwei eigenständige Kunstprokjekte, wobei die Schüler Gelegenheit hatten, in den Prozeß Einblick zu gewinnen, wie ein Stück auf die Bühne gebracht wird. Nicht minder wichtig war, für einen Kunstkurs erfahrbar zu machen, wie aus einzelnen Arbeiten eine Ausstellung konzipiert wird.

 

 

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