Arji! Wir haben jetzt einen Schulhund!

Das ist Arji. Arji ist ein hebräischer Name und bedeutet Löwe. Ich habe ihm diesen Namen gegeben, weil Löwen als mutig und stark gelten, außerdem erinnert mich seine Fellfarbe an diese Tiere.
Arji ist kein Aprilscherz, obwohl er am 01. April 2019 gewölft wurde. Er gehört der Rasse der Labrador Retriever an, was bedeutet, dass er zu den Jagdhunderassen gehört, die totes oder krank geschossenes Niederwild suchen und dem Jäger bringen (engl. to retrieve - apportieren).
Arji entstammt einer jagdlichen Linie, das heißt, er und auch seine Vorfahren wurden nicht gezüchtet, um Preise auf Schönheitswettbewerben zu gewinnen, sondern um bei Jagdprüfungen zu gewinnen und den Jäger bei der Arbeit zu unterstützen, insbesondere bei der Arbeit an und in Gewässern. Dafür sind Labradore und auch die anderen Retrieverrassen sehr geeignet, denn sie gelten als besonders wasserfreudig – einige sind sogar wasserverrückt: sie lassen keine Pfütze aus!
Selbstverständlich kennt Arji schon den kleinen Teich, der sich hinter der Schule auf dem Weg zur Meistersingerstraße befindet, dort hat er sich schon ein paarmal abgekühlt. Übrigens gehen Labradore auch im bitterkalten Winter ins Wasser, denn Wasser lieben sie am allermeisten - egal bei welchen Temperaturen!
Labradore  aus jagdlichen Linien – so wie Arji -  sind besonders gelehrig, sie lieben es zu arbeiten und sie sind ganz wild darauf, Neues zu lernen. Weil sie so gelehrig sind, ist es ziemlich einfach, ihnen Kunststückchen, aber auch wichtige Kommandos wie „Sitz!“, „Platz!“, „Bleib!“ o.a. beizubringen. Die Engländer, die diese Rasse als erste züchteten, sagen den Labradoren nach, sie seien „easy to teach and easy to spoil“! Das heißt, genauso schnell wie man Arji wichtige Sachen beibringen kann, lernt er Blödsinn oder sogar Dinge, die unerwünscht sind! Dazu gehört z.B. an der Leine zu ziehen, Menschen anzuspringen und noch einiges mehr.


Deshalb gehe ich mit Arji in eine sog. Welpenschule, dort lernt er, sich angemessen gegenüber anderen Hunden und Menschen zu verhalten. Außerdem besuchen Arji und ich ein Seminar, in dem er zum Therapiehund ausgebildet wird. All das macht Arji sehr gerne und sehr gut: Er geht halt wirklich sehr gerne zur Schule ;-) Am schönsten findet er aber das Lernen bei der Jagdausbildung, das macht er zusammen mit seinem Halbbruder, meinem Mann und mir, wir sind nämlich beide Jäger und haben jeder einen eigenen Jagdhund.
Nach den Sommerferien ist Arji beinahe fünf Monate alt und dann wird er seine Arbeit an unserer Schule aufnehmen. Arji kann nicht an jedem Tag in allen Klassen unterwegs sein, wer ihn also kennenlernen oder ihm einfach nur „Hallo“ sagen möchte, sollte ab und an einmal in meinem Büro vorbeischauen, da hat er auf jeden Fall einen festen Platz! Bis zu den Ferien wird Arji schon das eine oder andere Mal mit zur Schule kommen, einige von euch haben ihn ja auch schon kennengelernt und fragen seitdem regelmäßig nach ihm.
Übrigens, wer Angst vor Hunden hat oder gar eine Allergie, sollte mich darüber informieren, damit ich das berücksichtigen kann.
Natalie Menke, Abteilungsleiterin 6/8

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