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| Schon einmal eine Kaffeebohne auf der Bühne gesehen? Teatro Vivo aus Guatemala präsentierte jetzt eine solche in Gestalt von Carmen Samayoa in dem Theaterstück Ay,ay, ay Café. Eine Stunde lang zog die exzellente Schauspielerin ihre jugendlichen Zuschauer aus der Erich Kästner-Gesamtschule im Theater Courage in ihren Bann. Frech, frivol, ausdrucksstark in Mimik und Gestik und mit einer umwerfenden Komik erzählte sie die Kulturgeschichte des Kaffees. Neben ihr Edgar Flores, der als namenloser Campesino Kaffeesäcke schleppte und zugleich für die musikalische Begleitung und eine röstfrische Duftnote sorgte.die begeisterte! |
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| IIn zahlreichen unterhaltsamen Anekdoten schilderte die agile Kaffeebohne, wie sie in Arabien entdeckt wurde, zum türkischen Nationalgetränk aufstieg und ihren Weg über Wien auf die großen Plantagen in Lateinamerika fand. Mal wurde der kleine Schwarze als Gebräu des Teufels verdammt, mal als himmlisches Vergnügen vergöttert. Mal wurde er heimlich als Aphrodisiakum ausprobiert, mal als Verhütungsmittel verkannt. Eine in der Tat wechselvolle Geschichte! Eine Erfolgsgeschichte der eigenen Art! Sie werden mich mahlen, rösten, mit heißem Wasser übergießen und mich trinken was für ein Schicksal! Ay, ay, ay, Café!, singt die kleine Bohne. ... |
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| Café! schallt es begeistert aus dem Publikum zurück. Dazwischen orientalische Klänge, Teile aus Sebastian Bachs Kaffeekantate und die Marseillaise. Mein Aroma macht alle verrückt! Dieser Kaffeesatz hat auch heute von seiner Bedeutung nichts verloren. Dem Kaffee gehört die Welt. Am Ende des Stückes stand die Aussage: Ein Tagelöhner verdient am Tag nur so viel, wie hier eine Tasse Kaffee kostet. Ein Hinweis auf die bedrückende Situation der zumeist indogenen Plantagenarbeiter in Lateinamerika! Und so warb Teatro Vivo mit Ay, ay, ay Café für fair gehandelte Produkte, um deren soziale Lage zu verbessern. Ein Beitrag zur Kampagne für Fairen Handel, der verstanden wird und ankommt. Teatro Vivo wurde 1977 in Guatemala gegründet. 1981 ging die Theatertruppe ins Exil, um der Unterdrückung durch die guatemaltekische Regierung zu entgehen. Heute lebt sie in Südfrankreich. Eine Veranstaltung vom Eine Welt Forum, Essen, in Verbindung mit dem EssenerKulturGespräch der Erich Kästner-Gesamtschule |
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