IKA-Terminator

Ein Theaterstück über AIDS

Noch lange war das Trommeln zu hören, obwohl das Stück schon längst zu Ende war. Der Rhythmus zündete, riss mit und wirkte nach.
Mit seinem Stück Ika-Terminator trommelte und tanzte und spielte das afrikanische Theaterensemble A.I.P.O. (African International Performing-Arts Organisation) am 9. Januar 2003 in unserer Aula: gegen Aids, gegen die Gleichgültigkeit und gegen fehlende Verantwortlichkeit. Eine Begegnung mit afrikanischer Kultur, die es in sich hatte und die begeisterte!
IKA, der Terminator, gehört keinem Volk an und hat auch keine Heimat, dennoch will er die ganze Welt regieren. „Verhaltet euch richtig und es wird Euch nichts geschehen, geht mir aus dem Weg und Ihr werdet leben“, so lautet der Leitspruch seiner Regentschaft.
Wer IKA ist? - Der HIV-Virus selbst.

Ein Ehepaar, mit Aids infiziert. Wer wen angesteckt hat? Nur eine von vielen verzweifelten Fragen, die sich im Angesicht des Todes stellen.

Die Schauspieler und Tänzer aus Westafrika, Deutschland und der Türkei führen in klaren poetischen Bildern und unter Einsatz von Musik und Tanz das Wirken von IKA, dem HIV-Terminator, vor Augen: Clowns, bewaffnet mit Plakaten und Kondomen, bereit, allen den Spiegel vorzuhalten, ob sie es wollen oder nicht - ein tragikomisches Plädoyer für das Leben. Es wird deutlich, dass AIDS kein Randgruppenphänomen darstellt, sondern jeden angeht, da es jeden Menschen dieser Welt persönlich treffen oder betreffen kann.

A.I.P.O. (African International Performing-Arts Organisation), unter der Leitung ihres Regisseurs Jubril Sulaimon aus Nigeria, hat bereits mit ihrer ersten Produktion "Afrika, mein Afrika" (1999) die ZuschauerInnen begeistert. Nicht zuletzt bei Auftritten auf der Expo 2000 in Hannover bestach die Truppe durch ihre hochkarätigen Schauspieler, Tänzer und Musiker.

"IKA-Terminator" entstand mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Essen, Big Spender e.V. Hamburg, Mapa GmbH Zeven.

( Kontakt für weitere Aufführungen über die Schule )

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