1968: Idole, Ideale, Ikonen![]() |
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| Was ist das Andere an einer uns zunächst fremden Kultur? Ist uns nicht schon fremd, was vor zwanzig, dreißig Jahren Teil der Jugend-Kultur der BRD war? Die cubanische Revolution, Ursprung und Hintergrund des Che-und Cuba-Booms, ist für Jugendliche heute bestenfalls irgendein Ereignis, angesiedelt in der Geschichte, irgendwo, irgendwann.Geblieben ist jedoch der Name eines Helden dieser Revolution: CheGuevara. |
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| Schüler: "Einige von uns haben Che-T-Shirts, Che-Rucksäcke." - "Einige wissen nur, dass er ein Revolutionär auf Cuba war - viele gar nichts." -"Wir haben jetzt im Unterricht über sein Leben und Werk gesprochen und ein Theaterstück im Grend über ihn gesehen. Dabei haben wir nicht nur seine heldenhaften Eigenschaften gesehen." - "Wir haben ihn als unsicheren Menschen mit Fehlern gesehen - und schließlich seine gnadenlose Ausbeutung in der Werbung." - "Nach dem Stück konnten wir mit dem Schauspieler Olaf Reitz sprechen und ihn fragen, ob Che für ihn Vorbild sei." Olaf Reitz: "Ich und so viele junge Menschen haben, wie Che damals, alles mögliche gemacht, ohne uns für ein bestimmtes Leben zu entscheiden. Che hat sich dann 1956 entschieden, sein Leben voll und ganz für die cubanische Revolution zu leben und für mehr Gerechtigkeit auf der ganzen Welt zu kämpfen. Sich eines Tages für eine Sache zu entscheiden und diese auch konsequent durchzuziehen, finde ich vorbildlich." |
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| Nach dem Theaterbesuch begann der aktive Teil des Projekts. Die Schüler sollten Bilder ihrer "Helden", die sie zuvor gesammelt hatten, mit künstlerischen Mitteln so bearbeiten, dass deren Vorbildcharakter deutlich würde. Lehrer: "Ihr sollt sie gestalten, so verändern, dass man eure persönliche Beziehung zu der gewählten Person erkennen kann. DieTechnik ist freigestellt, Collage, Video, Bildbearbeitung am Computer,..." |
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| Schüler: "Ich soll also so einen "Gutmenschen" aussuchen - Mutter Theresa, Ghandi, Martin Luther King, ...? Die sind aber nicht gerade "cool"." - "Gibt´s heute überhaupt noch Vorbilder? Ich habe keine richtigen Idole! Gibt's überhaupt noch welche?" - "Wie finden Sie die, die ich ausgesucht habe? Sind die gut genug?" Lehrer: "Es geht nicht um "gut genug", sondern um Personen und/oder Eigenschaften, die dir ein Vorbild sind, die du bewunderst."Schüler: "Ich find´ ... gut, aber mein Vorbild ist das nicht." - " ...hat Eigenschaften, die mir gefallen, aber mein "Vorbild" ist das nicht."- "Sagen Sie doch mal, was Sie als Vorbild haben."Lehrer: "Vorbilder und Idole unserer Jugend- und Studienzeit waren z.B.Che Guevara, Diego Rivera, García Marquez oder auch Max Ernst. Heute haben wir eher Leitbilder wie Menschenrechts- oder Umweltorganisationen. Es gibt heute aber auch einzelne Menschen, die z.B. bei fremdenfeindlichen Angriffen ihre Ablehnung öffentlich demonstrieren, mutig helfen und dabei manchmal auch riskieren, selber Opfer zu werden." In den Gesprächen wurde eine ganze Bandbreite deutlich von Idolen, Vorbildern und Personen, an deren Verhalten man sich orientiert. Die Bilder zeigen einen Ausschnitt aus dem Spektrum. Ein Videotape fasst in 2 1/2 Minuten Positionen von zwanzig Jugendlichen zusammen. Ein Projekt der Spanisch-Kurse, 12. und 13. Jahrgang, |
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