Che - Theaterbegegnung![]() |
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| Ernesto Ché Guevara auf Bechern, T-Shirts, Schlüsselanhängern und Postkarten der einstige Revolutionär ist in unserer Konsumwelt angekommen. Wer war er? Wer ist er heute? Ein gescheiterter Revolutionär? Ein Abenteurer? Ein neuer Christus? Etwa ein Held? Fragen über Fragen, die nicht nur unsere Spanischkurse interessierten. | ||||||||
| Olaf Reitz mit dem Koordinator der EssenerKulturGespräche, Artur Nickel | ||||||||
| Ché Theaterbegegnung, eine Produktion des Informationsbüros Nicaragua e. V. unter der Regie von Eddy Socorro, Havanna/Kuba, greift sie auf. Das Stück war bei uns am 6. November 2002 zu sehen. Es versucht eine Annäherung an die Person Chés, bleibt aber nicht bei ihr stehen. Es hält uns einen Spiegel vor und zeigt: Viele von uns suchen Idole, egal, welche politische Anschauung wir vertreten. Doch warum verehren wir Menschen? Wie gehen wir mit ihnen um? Warum blenden wir so oft aus, wie sie wirklich sind? Ché beispielsweise hat nach der kubanischen Revolution Tausende von Menschen liquidieren lassen und dies auch noch vor der UNO gerechtfertigt. Auf der Suche nach Antworten nähert sich ein junger Mann - ausdrucksstark gespielt von Olaf Reitz/Wuppertal - dem Unbekannten, all-inclusive, mit zwei Wochen Varadero als Ferienpaket. Er fragt nach Motivationen politischen Handelns, nach Utopien, Sinn und danach, wie man gesellschaftlich etwas verändern kann. Ernesto Ché Guevara wurde entzaubert, doch führte die Annäherung an ihn auch zu einer Annäherung an uns selbst. Das verdeutlichte das Gespräch, das Olaf Reitz nach der Vorstellung mit seinen Zuschauern führte. Suggestion und Manipulation sind offenbar auch Mittel der Selbsttäuschung, das musste so mancher feststellen. Eine bemerkenswerte Theateraufführung, die nachwirkte und Stoff lieferte für das Projekt Idole, Ideale, Ikonen, das sich anschloss! |
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