Gerd Herholz

Unser Gast am 11. März 2003: Gerd Herholz, Autor, Leiter vom Literaturbüro Ruhrgebiet und Erfinder der Musenkussmischmaschine
Qigong, eine japanische Konzentrationsübung machte den Anfang. Sie signalisierte uns: Es erfordert den ganzen Menschen, sich mit Gedichten auseinander zu setzen oder sogar Gedichte zu schreiben.
Gerd Herholz, Autor und Leiter vom Literaturbüro NRW-Ruhrgebiet (Gladbeck), führte sich mit ihr bei unseren Elfklässlern ein. Er las eigene Gedichte und sprach mit uns über die Aufgaben des Schriftstellers heute. Dann stellte er uns das Literaturbüro vor – ein Stück literarisches Leben hier im Ruhrgebiet.
Gerd Herholz,
bereit zum Musenkuss
Herholz warf seine Musenkussmischmaschine an. Wer geht mit der Muse schmusen? Wer darf? Wer möchte gern? Wer hat schon mal? Wird jemand von ihr wachgeküsst? Fragen über Fragen. Fragen, die uns neugierig machten und die uns weiter beschäftigen.
Dann wurde es spannend, es wurde kreativ.
Nicht nur die Schüler machten begeistert mit. Auch Deutschlehrer Artur Nickel konnte sich dem Charme der Muse nicht entziehen und ließ sich von der Muse küssen.
Haben Sie schon einmal eine Reißzwecke auf die A- oder E-Taste Ihrer Schreibmaschine gelegt, eine Zeitung zerschnitten oder Schachfelder übersprungen, um ein Gedicht zu schreiben?

Haben Sie jemals die Geschichte Ihres Nachbarn weitergesponnen oder selbst ein Prosastück begonnen, indem Sie Lose zogen, an schwarzen Büchsen schnüffelten oder dem Papst als Boris Becker einen Brief schrieben?

Sind Sie gar als Pantomime vor eine Wand getreten oder haben ?als Nähmaschine? einen Dialog mit Ihrem ?Regenschirm? – Partner erfunden und so eine Folge szenischer Texte der besonderen Art produziert?

Das alles sind Schreibspiele aus der Musenkussmischmaschine.

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