Wen macht die Orange dick?

- Ein Eine-Welt-Projekt an der EKG

Wen macht die Orange dick? Das ist eine Frage, die ungewöhnlich ist und die provoziert. Aber das soll sie auch. Sie bildete nämlich den Anstoß für einen Projekttag, den die Erich Kästner-Gesamtschule am Donnerstag, den 14.4.2005, durchführte. Mit ihm beteiligte sie sich an der Internationalen Aktionswoche für Globale Gerechtigkeit vom 8.- 16.4.2005. Zu Gast: Gregor Kaiser von der „Welthandelskampagne – Gerechtigkeit jetzt“, Maja Schröder vom „Eine Welt Forum Essen“, Susanne Schinske von „Fair handeln, Essen“, Barbara Hebing als Vertreterin der Essener Weltläden und das “Eine Welt Mobil“. Dieses speziell ausgestattete Automobil ist das ganze Jahr über in NRW unterwegs, um über Fragen globaler Gerechtigkeit zu informieren und pädagogische Projekte durchzuführen.

Eine tolle Auszeichnung, dass es während dieser Aktionswoche in Essen ausgerechnet die Erich Kästner-Gesamtschule besuchte!

Fairer Handel, der Aufbau einer wechselseitigen wirtschaftlichen Partnerschaft, das sind Notwendigkeiten, an denen heute keiner mehr in unserer globalisierten Welt vorbeikommt. Immerhin geht es um eine gemeinsame lebenswerte, friedliche Zukunft. Das betrifft uns alle, es betrifft uns persönlich.

Für die Dreizehner war dieser Projekttag daher eine willkommene Gelegenheit, vor Abschluss ihrer Schulzeit all das noch einmal aufzuarbeiten und anzuwenden, was sie zu diesen Fragen im sozialwissenschaftlichen Unterricht und anderswo gelernt hatten.

Besonders schön: Dem „Eine Welt Mobil“ konnte in einer Unterrichtspause in Gegenwart aller Schülerinnen und Schüler ein dickes Paket mit Postkarten an Wirtschaftsminister Wolfgang Clement überreicht werden. Sie waren in den vergangenen Tagen in ganz Essen gesammelt worden. Die Forderungen darauf:

Der Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht!

Handelspolitik muss demokratisch gestaltet werden!

Umwelt ist unsere Lebensgrundlage, keine Ware!

Ernährung ist ein Menschenrecht!

Dafür soll sich Minister Clement noch sehr viel mehr als bisher einsetzen.
Ein erfolgreicher Projekttag, der wirtschaftspolitische Zusammenhänge in unserer globalisierten Welt aufzeigte und der dazu aufforderte, daraus auch sehr persönliche Schlussfolgerungen zu ziehen. Ein Zeichen ganz im Sinne Erich Kästners!

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