Neue Wege
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| Schon mehrfach hat die Essener Autorenschule von sich Reden gemacht. Denn es ist in der heutigen Zeit gar nicht so selbstverständlich, dass Jugendliche in einem richtigen Verlag Bücher mit ihren eigenen Texten veröffentlichen. Können sie sich überhaupt den Herausforderungen auf dem Buchmarkt stellen und ihnen standhalten? An der Erich Kästner-Gesamtschule in Essen können sie das, und zwar mit großem Erfolg. Messen lässt sich das schon daran, dass sich das Projekt Autorenschule finanziell selber trägt. Es wurde bereits in renommierten Fachzeitschriften wie „Praxis Deutsch“ , „engagement. Zeitschrift für Erziehung und Schule“ sowie „ide. Informationen zur Deutschdidaktik“ vorgestellt und erhielt im Jahr 2005 sogar den Preis der Kulturstiftung der Länder. Es erfülle in vorbildlicher Weise die Anforderungen der OECD, die den internationalen PISA-Studien zugrunde gelegt würden. Das ist schon toll, was die Jugendlichen da erreicht haben, die an den ersten beiden Buchprojekten mitgewirkt haben. | |||||||||||||||
| Und hier geht es zu einem der Texte aus dem Buch "Es kann jeden treffen". |
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Inzwischen hat die Erich Kästner-Gesamtschule ein drittes Buchprojekt gestartet, und zwar in einer fünften Klasse ( 5 E ) sowie in den Grundkursen Philosophie und Evangelische Religion im elften Jahrgang. Eine neue Herausforderung also. Anders als bei den ersten beiden Projekten haben die Jugendlichen diesmal jedoch die Texte im Unterricht ohne die Anleitung eines Autors geschrieben. Es ging dabei vor allem um Themen wie das Fremdsein, die Verwandlung von Gegenständen oder die Frage, wie Fünfer und Elfer miteinander kommunizieren können.
Der Autor kam erst in der zweiten Projektphase mit hinzu, nachdem aus den Fünfern bereits Sechser und aus den Elfern Zwölfer geworden waren. Gewonnen werden konnte für die Essener Autorenschule diesmal der deutsch-türkische Autor Hidir Celik, der bereits mit einer Reihe von literarischen Publikationen auf sich aufmerksam gemacht hat. Er lebt das literarisch zwischen den Kulturen vor, was viele Jugendliche bewegt: die Frage nach dem, wo man hingehört, wo man sich verwurzelt und wie man mit dem umgeht, was man an Traditionen mitbringt. Hidir Celiks Credo ist eindeutig: „Es kommt darauf an zu schreiben. Das Schreiben ist eine gesunde Krankheit.“ Und so las er neben anderem Texte aus seinem neuen Kinderbuch vor, das noch vor Weihnachten erscheinen wird. Sozusagen druckfrisch. Dann folgte ein Experiment. Denn nun stellten einige Jugendlichen ihre Texte vor, die sie für die Essener Autorenschule geschrieben hatten. Das wirkte unglaublich tief. Ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst! Ein bemerkenswerter Weg, der hier beschritten werden konnte und der neugierig darauf macht, wohin er die Jugendlichen führen wird! Artur Nickel |
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| Eine zweite Textprobe gibt es hier. | |||||||||||||||
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| Den Erfahrungsbericht dazu von Herrn Gutsche, Klassenlehrer der 5 E, finden Sie hier. Infos zu Hidir Celik und seinem literarischen Schaffen gibt es unter hier. |
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Und im Herbst 2007 war es dann so weit!
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