Die Autorenschule 2005
mit Kristina Dunker

Ein neues Buchprojekt gibt es an der Erich Kästner – Gesamtschule im Rahmen der Essener Autorenschule, und zwar wieder gemeinsam mit dem Geest-Verlag aus dem niedersächsischen Vechta. Gestartet wurde es am 2. Mai 2005 von der bekannten Jugendbuchautorin Kristina Dunker. Das Besondere dieses Mal: Kristina Dunker hat ihr erstes Buch mit 17 Jahren veröffentlicht; die etwa 60 Sechstklässler, die sie in den kommenden Wochen beim Schreiben anleiten wird, werden dies bereits mit 12 oder 13 Jahren tun. Wenn das nicht motiviert! Aufmerksam hören die Sechser zu, als Kristina Dunker ihnen davon erzählt, wie sie ihre ersten Schritte in die literarische Öffentlichkeit unternahm. Dann liest sie ihnen ein Stück aus ihrem Jugendbuch Sommergewitter vor, um sich ihnen auch literarisch vorzustellen.
Dabei wird auch der erste Schreibauftrag vorbereitet. Ein Mädchen verschwindet am Baggersee. Steffi, die kurz eingeschlafen war, ist auf einmal allein. Was ist passiert? Stunde um Stunde vergeht. Ginie kehrt nicht zurück. Es ist zum Verzweifeln! Hat etwa der Sonnyboy Jonas etwas mit ihrem Verschwinden zu tun? Oder der schüchterne Rüdiger, der sehr eifersüchtig werden kann? Liegt vielleicht ein Verbrechen vor? Immerhin gibt es am Badesee einige Spanner, die ihre Badehosen fein säuberlich neben sich zusammengefaltet liegen haben. Denkbar ist alles Mögliche. Was tun? Dann fliegt plötzlich ein Polizeihubschrauber über das Waldgebiet hinweg. Wieder ein Anlass für Spekulationen.
Infos zu
Kristina Dunker
Im Dezember dann
ist das neue Buch
fertig!
Die erste Aufgabe: die Kinder sollen an das Geschilderte anknüpfen und die Geschichte zu Ende zu schreiben. Ideen werden gesammelt. Sie sind vielfältig und könnten kaum unterschiedlicher sein. Die einen wollen einen Gruselschocker schreiben, die anderen eine Lovestory und wieder andere eine schöne Tiergeschichte. Ein ganz schönes Spektrum, was da zu bewältigen ist. Auf jeden Fall ist der Einstieg gelungen. Ist ja auch kein Wunder, wenn man es mit Kristina Dunker zu tun hat. Sie „weiß was“, sie „kann was“ und vermittelt den Sechsern das Gefühl, dass sie etwas von ihr lernen können. Eine Autorin im Schuldienst, na klar: eine richtige Schulschreiberin.
Für Susanne Schneider – Badstieber, die Klassenlehrerin der 6 C, ist die Autorenschule eine der besten Methoden, um Kindern zu zeigen, dass das Lesen Sinn macht. Sie erfahren am eigenen Leibe, dass hinter jedem Buch Menschen aus Fleisch und Blut stehen. Außerdem fühlen sie sich ernst genommen angesichts der Möglichkeit, selbst etwas veröffentlichen zu können.
Und Monika Hoffmann von der 6 D? Sie freut sich auf den „anderen Unterricht“, der „so richtig lebendig ist“ und der ihre Klasse ungemein motiviert.
Wenn das kein guter Ausgangspunkt für das Buchprojekt ist ....!? Wir sind auf die Ergebnisse gespannt.

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