Afrika! Wir kommen!

Afrika! Wir kommen! ist das erste Projekt, mit dem die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 B und 5 D ihre Schulzeit an der Erich Kästner-Gesamtschule in Essen beginnen. Viele andere Projekte und Aktionen werden in den kommenden Jahren folgen, da die Arbeit in Projekten einen hohen Stellenwert an der EKG hat. Das Ziel ist es also, sie von Anfang an mit dem vertraut zu machen, was zum Standard der Schule gehört - nicht nur, was die Arbeitsweisen angeht, sondern auch im Hinblick auf die Inhalte:
eine Orientierung an den Frage- und Problemstellungen der Einen Welt.
Diese Fragen und Probleme spiegeln sich ja auch im schulischen Alltag wider, da die Schule als Gesamtschule grundsätzlich Kinder aus unterschiedlichen sozialen Schichten und mit unterschiedlicher Herkunft aufnimmt, lernstärkere wie lernschwächere. Sie will eine Schule für alle Kinder sein., und so setzt sich sie auch im Sinne des literaturpolitischen Anliegens ihres Namensgebers Erich Kästner besonders intensiv ein für eine Erziehung zu Frieden, Demokratie und Toleranz. Wichtig geworden ist dabei seit 2002 die Teilnahme an dem belgischen Projekt Schule ohne Rassismus, die das Schulleben geradezu umgekrempelt hat.

Das Projekt Afrika! Wir kommen! ordnet sich in diesen Kontext ein und setzt dadurch, dass es sich an Fünftklässler richtet, die erst seit wenigen Wochen die Erich Kästner – Gesamtschule besuchen, einen neuen Akzent. Denn durch dieses Projekt können sie schon von vornherein erleben und erkennen, in welchen Dimensionen sich die unterrichtliche Arbeit der Schule bewegt und „wohin ihre persönliche Reise geht“. Das Anspruchsprofil wird auf exemplarische Weise vorgestellt, und zwar inhaltlich wie methodisch.

Konkret arbeiten bei diesem Projekt zwei fünfte Klassen mit 56 Schülerinnen und Schülern fächer- und klassenübergreifend in den Fächern Deutsch, Kunst, Musik und Gesellschaftslehre zusammen. Im Fach Deutsch setzen sich die Kinder alters- und lehrplangemäß mit Märchen und Mythen auseinander, in Kunst mit afrikanischer Stammeskunst, in Musik mit dem Rhythmus als erster Form von Musik und in Gesellschaftslehre mit Afrika als Kontinent, wobei die Frage im Mittelpunkt steht, woher der Mensch stammt.

Gute Voraussetzungen also, den Unterricht zu bündeln in einer musikalischen Veranstaltung, wie sie das ghanaische Duo Anthony Thompson und Mark Asamoah als Botschafter der Deutschen Welthungerhilfe anbietet. Der Titel: In Afrika wird nicht nur getrommelt – Geschichten aus der afrikanischen Märchenwelt.

Die beiden Künstler erzählen Märchen und Geschichten aus Ghana, ihrem Heimatland, und führen die Kinder in die kulturelle Besonderheit Westafrikas ein, die Tradition der Griots der Erzähler und Musiker, die es etwa seit 650 Jahren gibt Von ihnen heißt es: Wenn sie sterben, stirbt eine ganze Bibliothek. Das Ziel des Duos ist es, die Kinder an die Kultur Ghanas heranzuführen und dadurch schrittweise eine internationale Solidarität aufzubauen, bei der Afrikaner und Europäer aufeinander zugehen und wechselseitig voneinander lernen.

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