Mit großem Erfolg!
Nun schon "Tradition" an der EKG:

Literatur im 3er-Pack

Inge Meyer-Dietrich - Tilman Röhrig - Kurt Wasserfall

Ungeduldig rutschten die Sechser auf ihren Stühlen hin und her, war es doch für viele von ihnen die erste Begegnung mit einem leibhaftigen Schriftsteller. Dann endlich war es so weit, die Gäste kamen, und es ging los. Zunächst galt es für die Schülerinnen und Schülern Kontakt aufzunehmen zu ihren Besuchern und sie besser kennen zu lernen, waren doch zu ihnen anerkannte Jugendbuchautoren gekommen, die für ihre literarischen Werke zum Teil schon viele Preise erhalten hatten.
Und so sprudelten die Fragen aus den Sechsern nur so heraus: Wie sind Sie darauf gekommen, Bücher zu schreiben? Warum machen Sie „diesen Job“? Wie finden Sie Ihre Themen oder schreiben Sie über Dinge aus Ihrem Leben? Was zeichnet einen guten Schriftsteller aus? Was halten Sie von der Rechtschreibreform? Haben Sie eine eigene Bibliothek? Wie lange brauchen Sie, um ein Buch zu schreien? Woran arbeiten Sie gerade?
Es war gar nicht so einfach für unsere Gäste, dieses Feuerwerk von Fragen zu beantworten, so viel wollten die Sechser von ihnen wissen. Aber auch persönliche Fragen wurden gestellt: Sind Sie verheiratet? Haben Sie viel Zeit für Ihre Familie? Können Sie vom Schreiben leben? Haben Sie Haustiere? Sind Sie Fan vom 1. FC Köln? Geradezu entwaffnend das eine oder andere, doch es blieb nichts unbeantwortet.

Die Sechser hatten ein eigenes Interesse an der Beantwortung all dieser Fragen. Sie wollten nämlich an den Projekttagen, die sich an die Lesungen anschlossen, selber literarisch tätig werden. Sie wollten für einen begrenzten Zeitraum „Autoren“ werden und suchten nach Tipps für die eigene „Schreibe“. Ihre Fragewut wurde auch hier reichlich belohnt.
Bei den Lesungen wurde es dann mucksmäuschenstill. Die Schülerinnen und Schüler ließen sich von dem, was ihnen vorgetragen wurde, einfangen. Inge Meyer – Dietrich stellte ihre Erzählung Hey, Kleiner(2003) vor, Tilman Röhrig Thoms Bericht (1973) und Kurt Wasserfall seinen Roman Digital Life (1997). Texte, in denen sich die Sechser wiederfanden, in denen sie auch die Vorlesenden mit ihrer jeweiligen Lebensgeschichte entdeckten. Eine gute Ausgangsposition für die ersten eigenen Aschreibversuche.
Ein gelungenes Dreierpack, das über den Unterrichtsalltag hinaus motivierte und die Schülerinnen und Schüler einen großen Sprung nach vorne brachte!