EKG

Erich Kästner-Gesamtschule • Essen

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EKG-Video-AG im Stadttheater

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Erste Ergebnisse stellte die VideoAG der EKG im Schuljahr 2008/09 am 25.2.2008 in der Casa Nova in der Theaterpassage vor. An diesem Tag wurden Arbeiten Essener Schulen gezeigt, die im Rahmen des NRW-Landesprogramms Kultur und Schule entstanden sind. Die EKG war natürlich dabei. Seit Beginn des Schuljahrs leitet die freie Video-Macherin Annett Tenter die AG. Die Präsentation in der Casa war erste der erste Schritt. Zum Ende des Schuljahrs soll eine umfassende Video-Show im Grend gezeigt werden.
 

 
Die Video-AG, die mit Beginn des Schuljahres 2008/09 mit Schüler/innen des Jahrgangs 8 startete und ein Schuljahr lang laufen wird, entwickelt eine Video-Collage zum Thema Gastarbeiter am Beispiel Essen mit seinen Zechen. Hier waren es hauptsächlich türkische Arbeitskräfte, die unter Tage malochten. 
 
Das Thema Gastarbeiter wird an den Gesamtschulen zumeist im Fach Gesellschaftslehre und leider oft nur kurz behandelt, mitunter auch im Fach Deutsch (Gedichte, Erfahrungs- berichte und Lebenserinnerungen von Zeitgenossen). Am Anfang recherchierte die Gruppe zum Thema im Internet, die Ergebnisse wurden zusammengetragen. Der Schwerpunkt ist eine gemeinsame Dokumentarfilm-Entwicklung mit der gesamten Publikumszielgruppe Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
 
Die Video-AG will Zeitzeugen von damals zu ihren Erlebnissen befragen. 
Zum Teil ist dies bereits schon in spontanen Interviews auf dem Steeler Weihnachtsmarkt geschehen. Die Schüler/innen sind in Begleitung der Projektleiterin, ausgestattet mit einer einfachen digitalen Videokamera auf Passanten, Cafébesucher und Buden-Verkäuferinnn „losgegangen“; überraschender Weise hatten sie gleich mehrmals Glück: zwei Imbissbetreiberinnen kamen als „Gastarbeiter-Kinder“ aus der Türkei nach Essen bzw. ins Ruhrgebiet. Beide erzählten bereitwillig vor laufender Kamera, wie wir den Eindruck hatten, gerne. 
 
Es folgt ein Interview mit einem ehemaligen türkischen Gastarbeiter, welches die Gruppe mit ebenfalls vorbereiteten Fragen im Frühjahr in der Schule machen wird.
 
Weitere Inhalte einer geplanten DVD werden sein: ein selbst geschriebenes und inszeniertes Theaterstück, das den Plan Achmed Ibis (fiktiver Name) nach Deutschland (auf Grund von großer Armut in Anatolien) zu gehen, die Untersuchung, das Abschiednehmen von seiner Familie, die Reise nach Essen und das Prozedere der Einstellung in den Bergbau behandelt, weiterhin das Zeigen einiger Karikaturen aus dem Buch „Die in der Fremde arbeiten“ mit selbst verfassten Titeln der Schüler/innen, sowie das Vortragen eines Artikels der BILD anlässlich „50 Jahre Gastarbeiter mit dem Titel „Deutschland sagt Danke“ in verteilten Sprechrollen.
 
Voraussichtlich werden die Ergebnisse gemeinsam mit den SchülerInnen im Wechsel im Essener Schulmedienzentrum nachbearbeitet werden, sodass die AG-Teilnehmer/ innen auch die Arbeitsweise des digitalen Videoschnitts kennen lernen können.