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Erich Kästner-Gesamtschule • Essen

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Gedenkstättenfahrt Herbst 2010

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Reise in die Vergangenheit oder: Müssen wir uns heute noch schuldig fühlen?

 

 


„Menschen sind imstande, dies hier anderen anzutun – vielleicht sogar freiwillig, begeistert, selbstgerecht. Vergesst das nicht.“

Dieses Zitat von Susan Sontag umreißt die Eckpfeiler der Gedenkstättenfahrt nach Berlin, Oswiecim (Auschwitz) und Krakau, die die Erich Kästner-Gesamtschule vom 2. bis zum 7. Oktober 2010 durchführen wird. 40 Schüler/innen des 10., 11. und 12. Jahrgangs werden - begleitet von einigen Lehrer/innen - zunächst Berlin besuchen, wo im Haus der Wannseekonferenz 1942 mit bürokratischer Kaltblütigkeit die sogenannte „Endlösung der Judenfrage“ beschlossen wurde. Einblicke in das jüdische Leben in Deutschland vor dem Nationalsozialismus werden durch den Besuch des Jüdischen  Museums vermittelt. Jedoch wird nicht nur die Vergangenheit eine Rolle spielen: der Umgang mit dem Geschehenen in der Gegenwart findet in der Auseinandersetzung mit dem nicht unumstrittenen Holocaust-Mahnmal statt.  Die Weiterreise wird uns zur Gedenkstätte Auschwitz/Birkenau, dem Ort des größten und grässlichsten Menschheitsverbrechens der jüngeren Vergangenheit, und nach Krakau mit seinem jüdischen Viertel und seiner jüdischen Tradition führen. 

Was bewegt heute junge Menschen, die zudem aus den verschiedensten Ländern stammen, eine solche Reise zu unternehmen? Schuldig fühlen sie sich sicher nicht. Aber: sie wollen mit eigenen Augen sehen, wovon andere nur gehört haben, und damit Verantwortung dafür übernehmen, dass der absurde Rassismus, der in diesem Menschheitsverbrechen zutage tritt, nicht vergessen wird.

Dass diese kostenintensive Veranstaltung durchgeführt werden kann, und dass daran auch Schüler/innen aus weniger begüterten Elternhäusern teilnehmen können, verdanken wir einigen großzügigen Sponsoren, die die Schule in dieser Sache mit Spenden von bis zu 1.000 € die Fahrt unterstützen, namentlich
-    die Sparda Bank-West e.G.
-    die Sparkasse Essen sowie
-    das Schulreferat des Ev. Kirchenkreises Essen.

Dafür danken wir ganz herzlich.

Es ist eben so, wie Erich Kästner sagt:

„Es gibt nichts Gutes
Außer: Man tut es.“