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Vom Olymp in Berlin - Auszeichnung der "Gewichtsprobleme?"

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VOM OLYMP IN BERLIN...

Preis für das Buch "Gewichtsprobleme?" durch die Kulturstiftung der Länder und die Stiftung Deutsche Bank in Berlin

am 21. September war es so weit! Bereits zum zweiten Mal war die EKG zur bemerkenswerten Preisverleihung KINDERZUMOLYMP in Berlin eingeladen, um die Auszeichnung in der Kategorie Literatur (Jahrgang 10 - 13) für das Buch "GEWICHTSPROBLEME - SELBSTaussagen zum RASSISMUS" entgegen zu nehmen.

In Gegenwart des Schulleiters und Herausgebers, Herr van Treeck, Herrn Nickels, Alfred Büngen, und des Kurators Cary S. Leibowitz', Rafael von Uslar, kamen vier Schülerinnen und Schüler der mittlerweile 13. Jahrgangsstufe in den Genuss, über den roten Teppich hinauf ins Schauspielhaus am Gendarmenmarkt zu treten, um feierlich den Preis in Empfang zu nehmen. Dass es nicht alleine bei der Preisverleihung blieb, sondern ein Aufenthalt werden sollte, der Berlin als Stadt, als beeindruckende Metropole eröffnete, ja als ein Ort, der natürlich auch über Schulen verfügt (die uns dann auch prompt in Form der Evangelischen Schule Berlin-Mitte zu einer Projektvorstellung einlud), belegen die folgenden Reiseberichte von Jan Obermanns und Jousef Rezek.

Persönlich bleibt mir, mich für die vorbehaltlose Neugierde und Offenheit von Jessica, Annika, Jousef und Jan zu bedanken, und die Gastfreundschaft von Rafael von Uslar zu würdigen, der eigens eine Ausstellung zu Arbeiten von Cary S. Leibowitz aufgebaut hatte und dessen Stadtrundfahrt auf dem Fahrrad erstaunlich viel Berlin bot.

 

Jan Obermanns: Berlin war die für mich die eindrucksvollste Stadt, die ich im meinen nun schon 20 Jahren wahrgenommen habe. Diese Fülle an Eindrücken und Sehenswürdigkeiten hat mich überwältigt.
Unsere private Stadtrundfahrt auf den geliehenen Fahrrädern war, dank der umfassenden Berlinkenntnisse von Rafael von Uslar sowie von Herrn Gutsche, mit keiner kommerziellen Berlinrundfahrt auch nur ansatzweise zu vergleichen. Das Wetter hätte Berlin nicht schöner darstellen können. Die Sonne schien und obwohl es gegen 19 Uhr schon langsam dunkel wurde, kann ich nicht sagen, dass es durch die Kälte ungemütlich wurde.

Als wir dann nachts oder eher gesagt morgens die "Wohnung" (Otto-normal-Verbraucher würden Atelier sagen) von Rafael von Uslar besichtigen durften und die Geschichten, die hinter jedem seiner Relikte und Kunstwerke steckt, erfahren durften, war für mich persönlich die Zeit irrelevant. Ich kenne Kunstwerke nur aus dem Museum. Alles andere sind Kopien oder Massenware. Aber als wir vor der "Cary S. Leibowitz-Wand" in Rafaels Wohnung standen (die wurde extra für unseren Besuch gehangen) standen, wusste keiner so recht wohin er zuerst gucken sollte. Es war ein sehr beeindruckendes Erlebnis, das nur zu gut zum Rest unserer Berlinerkundung passt.

Als ich dann am nächsten Morgen mit dem Satz "es gibt nur noch 10 Minuten Frühstück!" geweckt wurde, war ich plötzlich hellwach und innerhalb von 3 Minuten unten am Frühstücksbuffet. Dank Annikas aufmerksamen Anruf sind Jousef und ich dann doch noch satt geworden und danach mit Annika, Jessica und Herrn Gutsche zur Evangelischen Schule Berlin-Zentrum aufgebrochen. Diese andere Art der Schule hat von unserer Seite gut genauso viel Interesse bekommen wie die Schüler unserem Buch gegenüber zeigten. Ein sehr angenehmer Aufenthalt. Alles in Allem ist und bleibt diese Berlinreise für mich ein unvergessliches Ereignis.
 Vielen Dank an die, die es mögliche gemacht haben – insbesondere an Rafael von Uslar und Peter Gutsche.

 

 

 

 

 

Jousef Rezek: Die Fahrt nach Berlin begann früh morgens am Essener Hbf. Die Fahrt selbst – begleitet durch Herrn Nickel und meinen 2 Schulkameraden Annika und Jan – verlief dann schneller als erwartet. Angekommen am Berliner Hbf machten wir uns auf dem Weg zum Gendarmenmarkt, wo die Preisverleihung KINDERZUMOLYMP stattfand. Dort trafen wir Herrn van Treeck und seine Gattin, Herrn Gutsche und Rafael von Uslar, den Kurator von Cary S. Leibowitz, dessen Satz auf einer Serviette für uns alle am Anfang dieser Buch-Idee und der jetzigen Auszeichnung stand: Zweierlei muss ich mein Leben lang im Auge behalten: mein Gewicht und mein Rassismus.
Nach einem netten Kennenlern und ersten Gesprächen mit Rafael begaben wir uns in Richtung Preisverleihung. Alle Altersgruppen waren in der Preisverleihung vertreten. Mit anderen Worten wurden Preise in verschiedenen Kategorien von den ersten Klassen bis hinauf in die Oberstufe verliehen. Nach der Preisverleihung waren wir von der Stiftung Deutsche Bank zum Essen eingeladen, ich nutzte sofort die Gelegenheit, mich mit dem Vorstandchef der Deutschen Bank Stiftung zu unterhalten.  Im Großen und Ganzen gefiel mir die Preisverleihung sehr, da ich die Möglichkeit hatte,  die Erfahrung anderer Menschen und Schulen einzusehen

Nach dem Essen dann machten wir Schüler uns mit Herrn Gutsche und Rafael auf, die Stadt mit dem Fahrrad zu entdecken. Wir fuhren durch den Tierpark, sahen das Brandenburger Tor, erlebten den Bundestag und hatten während all dieser Zeit großen Spaß miteinander und vor allem an der Stadt Berlin. Wir entdeckten das Mahnmahl, das an die Ermordung der europäischen Juden erinnert, sahen zwei sich küssende Männer, die an die Verfolgung von Homosexuellen erinnerten und dabei waren wir stets bestens informiert durch Rafael, der zu jedem Punkt etwas Interessantes sagen konnte. Dies war meiner Meinung nach der Höhepunkt der Berlinreise, da ich in sehr kurzer Zeit sehr viel von Berlin sah,  was mich diese Stadt völlig neu sehen ließ.