Enrico Pieri, der als Kind die Gräuel des Naziterrors erleben musste, besuchte die EKG. Er setzt sich für Freundschaft zwischen den Völkern und eine friedliche Zukunft auf der Welt ein. Am 12. August 1944 fielen deutsche SS-Soldaten in das kleine Dorf Sant’Anna di Stazzema in den toskanischen Bergen ein und töteten 560 Einwohner. Nur wenige überlebten. Enrico Pieri, der als Zehnjähriger dabei seine ganze Familie verlor, besuchte am 26. Januar 2009 die Klasse 10 F der Erich Kästner-Gesamtschule. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich sichtlich berührt und beeindruckt. Dies äußerte sich in zahlreichen Fragen: Wie ist er entkommen? Wie lebt er mit der Erinnerung? Hasst er die Deutschen? Für Nachdenklichkeit sorgte nicht nur die Äußerung, dass Pieri es als seine Aufgabe betrachtet, Jugendlichen in Italien und in Deutschland von seinen Erfahrungen zu berichten und sie an ihre Verantwortung für ihre eigene Zeit zu erinnern. Immer wieder betont er, wie wichtig die Verständigung zwischen den Nationen – nicht nur in Europa – ist. Fazit der Schülerinnen und Schüler: “Das war viel besser als ein Schulbuchtext. Solche Begegnungen müssten öfter stattfinden.“ 




