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Wie schreibe ich ein Gedicht?

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Die Robert Bosch Stiftung hat Wort gehalten! Sie hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Josè F. A. Oliver, unser Kulturhauptstadtautor, an unserer Schule ein weiteres Schreibprojekt starten konnte. Und das noch am Ende des Schuljahres 2010/2011! Darüber freuen wir uns sehr!

Diesmal kümmert sich José F. A. Oliver um unseren 5. Jahrgang. 14 Schülerinnen und Schüler wurden von ihren Klassenleitungen ausgewählt. Sie alle hatten sich aus den unterschiedlichsten Gründen eine Auszeichnung verdient. Der Preis: die Teilnahme an dieser viertägigen Schreibwerkstatt mit diesem renommierten Lyriker. Das ist schon etwas. Denn wer hat schon einmal die Gelegenheit, bei so einem Künstler zu lernen? Diese 14 Schülerinnen und Schüler haben sie. Zu ihnen stieß eine weitere Schülerin, die auf ihren besonderen Wunsch mit hinzukam. Ganz schön mutig von ihr! Das Thema dieser Schreibwerkstatt: Wie schreibe ich ein Gedicht? 

Als die Fünfer am ersten Tag erfuhren, was das Thema sein sollte, waren sie verblüfft. Warum, das wurde sehr schnell klar. Denn im Handumdrehen hatten einige von ihnen die ersten Gedichte fertig. So leicht ging ihnen das Gedichteschreiben von der Hand. Es war ein  Aha-Erlebnis für sie, dass es so schnell nun doch nicht ging. Wie schaffe ich es, durchgehend in einer bestimmten Form zu reimen? Was will ich meinen Lesern überhaupt mitteilen? Und dann soll auch noch der Rhythmus stimmen! Auch das ist etwas, was zu bedenken ist! Da ging es richtig los. Die Fünfer schrieben und schrieben.

 

 

 

Anschließend wurden alle Texte auf den Prüfstand gestellt und genauestens abgeklopft. Eine Operation am offenen Herzen, wenn man so will, mit allem, was dazugehört! Da gab es so manches zu bedenken und zu lernen. Das Überraschende aber war, dass es auch für José F. A. Oliver etwas zu lernen gab. Was heißt es eigentlich, jemanden zu "dissen"? Dieses Wort hatte er zuvor noch nie gehört, und so fragte er nach. Hier wurde deutlich, welches didaktisches Konzept José F. A. Oliver vertritt: Er blickt nicht vom Elfenbeinturm auf die Schülerinnen und Schüler herab, sondern stellt sich mit ihnen auf eine Stufe, um mit ihnen und von ihnen zu lernen. Er gibt ihnen also ein Beispiel und zeigt ihnen auf diese Weise an, wie das Lernen funktioniert. Hut ab! Selbstverständlich ist das nicht. So ging es weiter Übung für Übung.

Am Ende der beiden ersten Tage haben die Fünfer José F. A. Oliver alle ihre Texte mitgegeben. Er wird sie sich noch einmal genauer anschauen, um ihnen Rat zu geben, was sie an ihnen weiter verbessern können. Im neuen Schuljahr wird er sie ihnen wieder mitbringen.

Ganz schön anstrengend war das! Aber so konnten und können unsere Fünfer einmal so richtig miterleben, wie ein echter und vielfach ausgezeichneter Dichter arbeitet. Am 19. und 20. September 2011 wird das Schreibprojekt fortgesetzt!