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Erich Kästner-Gesamtschule • Essen

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Ruhrkulturen? Ruhrkulturen!

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Die EKG ist wieder dabei! Auch bei der neuen Essener Anthologie haben viele Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Gesamtschule mitgeschrieben. Das Thema: Ruhrkulturen. Was ich dir aus deiner Welt erzählen möchte. Diesmal war es eine ruhrgebietsweite Ausschreibung, waren die Anforderungen also höher. Trotzdem haben es viele aus unserer Schule geschafft, wieder mit dabei zu sein. Der Grund: die ausgezeichneten Texte, die Auskunft geben darüber, in welchen Kulturen Jugendliche im Revier heute leben.Hier sind einige Titel:

Cansu Agarmis: Reise mit Hindernissen

Farwa Ahmadyar: Mehr als nur Worte

Julia Busch: Charles´ Augen 

Rajive Gunaratnam: Natürlich modern  

Fatih Karabelen: Sie haben uns herzlich willkommen geheißen  

Elmast Kaya: 18 oldum

Muhammed Kaya: Das Paradies in meiner Kindheit

Lisa Angelika Molzahn: Nalas Gedanken

Viola Nasse: Mein Weg zum Ich  

Daniela Naoumova: Ich  habe das deutsche Volk gehasst 

Jousef Rezek: das kind und die zeit 

Bima Sakti: Was habe ich die Jahre über getan

Janine Schmidt: Meine Geschichte 

Aleksandra Wozniak: Was Kultur ausmacht 

Über 250 Gäste waren gekommen, als die Jugendlichen aus dem ganzen Ruhrgebiet am 10. November 2009, dem 250. Geburtstag von Friedrich Schiller, ihre Premiere feierten. Ein besseres Datum konnte es nicht geben! Mit dabei der Oberbürgermeister der Stadt Essen Reinhard Paß, der Erste Vorsitzende des Essener Lesebündnisses Hans Schippmann und der Vorsitzende des Kulturbeirates der Stadt Essen und Leiter des Kulturzentrums Grend Johannes Brackmann.

Viele der anwesenden Erwachsenen waren überrascht, welches neue Selbstbewusstsein die Jugendlichen an den Tag legen. Indem sie ihre Ruhrkulturen entwickeln, bewältigen sie ihre Lebenssituation. Oft versuchen sie dabei die unterschiedlichsten Kulturen für sich als Identität miteinander zu vereinen. Ein erstaunlich lebendiger Prozess, der ihnen zunehmend zu gelingen scheint und der für das künftige Zusammenleben der Menschen im Ruhrgebiet neue Perspektiven eröffnet.

Narges Shafeghati brachte es in ihrem Beitrag gegenüber den Anwesenden auf den Punkit: "Tatsache ist eben: alles ändert sich, auch die heutige Welt hat sich wieder geändert. Das Wort `Ausländer´ hat seine Bedeutung verloren. Keiner von uns ist `dauer-sesshaft´. Wir alle kommen und gehen, ob wir nun jetzt oder vor zwanzig Jahren gekommen sind. Zeit und Raum sind keine Begrifflichkeiten mehr. Wir können uns miteinander verständigen, benötigen bald nicht einmal mehr `Integration´ als solches. Vielleicht leben wir irgendwann sogar als eine Nation untereinander. John Lennon hat diese Gedanken schon in `Imagine´ verbreitet. Das klingt vielleicht verrückt, aber jemand hat mal gesagt: Eines Tages war auch die Globalisierung undenkbar. Und dieser Prozess ist im Gange, unwiderlegbar. Wir werden sehen." Dem lässt sich nichts hinzufügen.   

Toll war, dass einige EKGler bei dem begleitenden Fernsehprojekt vom OK 43 mitmachen konnten. Diesmal standen sie als Interviewer vor und als Kameraleute hinter der Kamera. Eine wichtige Erfahrung! Vielleicht für sie ein neues Berufsfeld? Wer weiß!

 Den Jugendlichen von unserer und auch von den anderen Schulen im Revier kann man zu ihrer Anthologie nur gratulieren! Wie die ersten Reaktionen belegen, ist das Interesse an dem neuen Buch groß. Am Dienstag, den 17.11.2009, finden erste Rundfunkaufnahmen vom OK 43 statt. Klar, dass auch da die EKGler wieder dabei sind!

Weitere Infos zu dem Buchprojekt sind unter www.ruhrkulturen.de zu finden. Das Buch selbst ist beim Geest-Verlag (www.geest-verlag.de) und in jeder Buchhandlung erhältlich.

Andreas Klink, Artur Nickel (Hg.):

Ruhrkulturen. Was ich dir aus meiner Welt erzählen möchte.

Vechta 2009, ISBN 978-3-86685-202-0

328 Seiten,12,00 Euro